Hand aufs Herz: Aktuell stehen die Börsen auf All-Time-Highs (ATH) und jeder jagt wieder dem nächsten #Tenbagger hinterher. Es ist immer das gleiche Muster: Wenn es läuft, will jeder das schnelle Adrenalin.
Erinnerst du dich an die Phase zwischen 2021 und 2023? Als Tech-Werte bluteten? Da hat man von Tenbagger-Träumen nichts gelesen. Da war jeder plötzlich „Value-Investor“. Diese Jagd nach dem schnellen Glück ist anstrengend. Nach den letzten Tagen könnte wieder sowas starten. Techaktien sind einfach wegen Datacenter und KI sehr gut gelaufen.
Dabei gibt es ein Geheimnis, das langweilig klingt, aber die Basis für echten Reichtum ist: Beständigkeit.
Inhaltsverzeichnis
Der 26-Jahre-Faktor: Ein Marathon durch Minenfelder
Statistiken zeigen: Die meisten Aktien brauchen im Schnitt 26 Jahre, um ein #100Bagger (100x) zu werden. Selbst für einen Tenbagger (10x) muss man bei exzellenter Qualität oft 15 bis 20 Jahre einplanen.
Aber Vorsicht: Diese 26 Jahre sind kein sanfter Spaziergang. Statistisch gesehen beinhaltet dieser Zeitraum mindestens zwei bis drei schwere Crashs (über 50 % Kursverlust) und mehrere Jahre „tote Zeit“. Wer beim ersten 20-%-Rücksetzer ungeduldig verkauft, bricht das Rennen ab, bevor die Magie des Zinseszinses überhaupt wirken kann.
Beständigkeit ist kein Stillstand: Warum ich dennoch handele
Beständigkeit bedeutet nicht Passivität. Es bedeutet, die Segel nachzujustieren:
- Fokus auf Infrastruktur: Ich habe Positionen wie ISRG gegen Cloudflare (NET) getauscht – die digitale Basis der KI-Welt.
- Gezielte Chancen: Mit Werten wie UEC (Uran) oder Halliburton setze ich Akzente.
- Das „House Money“-Prinzip: Bei High-Flyern wie Palantir ziehe ich meinen Einsatz raus und lasse nur noch die Gewinne laufen. Das nimmt den Stress, während Werte wie Rocket Lab für die Extra-Performance sorgen.
Das Fundament: Wenn Anker zu Raketen werden
Dass dieses „Sitzfleisch“ funktioniert, sehe ich an meinen Langzeit-Ankern, die ich teilweise seit fast einem Jahrzehnt halte:
- NVIDIA, Microsoft, Alphabet, Siemens & Munich Re: Sie stabilisieren das Depot seit teilweise 10 Jahren.
- Amphenol: Mein absoluter Star in den letzten Monaten. Nach rund 9 Jahren im Depot und einem Wahnsinnslauf steht die Position aktuell bei 800 % im Plus. Ohne Hektik, ohne tägliches Trading – einfach nur durch das Halten von Qualität ist hier der Tenbagger in greifbarer Nähe.
Das „Projekt Mautstelle“: Die Macht der 100 Euro
In meinem Hauptdepot sind diese Giganten mittlerweile so groß, dass kleine Sparraten dort kaum noch auffallen. Deshalb habe ich das „Projekt Mautstelle“ gestartet. Hier fange ich mit 100 € im Monat bei Null an, um die Macht kleiner Beträge wieder sichtbar zu machen. Ich investiere dort konsequent in Unternehmen, an denen die Welt physisch oder digital nicht vorbeikommt. Es ist die Rückkehr zur puren Systematik.
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Fazit: Lass die anderen jagen
Echter Reichtum entsteht durch das Behalten von Qualität – egal, ob der Markt gerade Tenbagger feiert oder totschweigt. Mein neues Mautstellen-Experiment ist bereit für die nächsten 26 Jahre, egal wie viele Crashs dazwischenliegen. Es ist langweilig zuzusehen, wie die Gebühren an der Mautstelle tröpfeln – aber nach zwei Jahrzehnten ist das Ergebnis (wie man an Amphenol sieht) alles andere als langweilig.
Wie sieht’s bei dir aus? Hast du die Geduld für die nächsten 26 Jahre und die Nerven für die kommenden Crashs?
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Toller Beitrag, dem ich mich anschließe.
Langweiliger Vermögensaufbau ist kein Makel, sondern ein Wettbewerbsvorteil. Wer Geduld aushält, während andere jagen, gewinnt am Ende nicht durch Tempo, sondern durch Zeit.
Danke Ahsen!