In Zeiten neuer Allzeithochs häufen sich in den Medien oft Vergleiche mit historischen Marktblasen. Für einen rationalen Investor stellt sich dabei immer die gleiche Frage: Befinden wir uns in einer Phase irrationaler Übertreibung oder ist das Momentum fundamental untermauert?
Um diese Frage zu beantworten, hilft kein Blick in die Glaskugel. Ich habe für mich hier die LetMoneyWork-Ampel gebaut. Ein regelbasiertes System, das Marktdaten auswertet.
Inhaltsverzeichnis
2. Der Realitätscheck
Ein oft geäußerter Kritikpunkt ist die hohe Konzentration in Momentum-Aktien. Schaut man jedoch hinter die Kurse auf die harten Fakten der aktuellen Marktführer, zeigt sich ein deutliches Bild, hier anhand Sandisk:
- Echte Erträge: Im Gegensatz zu früheren Spekulationsblasen liefern die heutigen Leader massive Gewinne. Wir sehen bei Top-Performern Umsatzsteigerungen von über 140 % und EBIT-Margen jenseits der 40 %.
- Cashflow-Maschinen: Ein enormes Wachstum beim Free Cashflow belegt, dass das Momentum nicht auf Hoffnung basiert, sondern auf realem Geldzufluss.
- Vernünftige Bewertung: Wenn Gewinne schneller steigen als die Kurse, bleibt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) trotz steigender Notierungen attraktiv. Ein Forward-KGV von ca. 24 bei dreistelligen Wachstumsraten ist fundamental oft solider als ein „billiger“ Wert ohne Wachstum.

3. Fazit für die Strategie
Systematisches Investieren bedeutet, das Rauschen auszublenden. Die Kombination aus einer meiner Marktampel und einer fundamentalen Analyse ermöglicht es, Trends so lange wie möglich zu reiten und gleichzeitig durch klare Exit-Regeln geschützt zu sein.
Es wird immer Aktien geben die zu stark gestiegen sind und dann korrigieren. Aber der Markt insgesamt ist für mich noch nicht überhitzt.
Das Fazit für mich ist simpel: Solange die Ampel auf Grün steht und die Unternehmen ihre Bewertung durch exzellente Zahlen rechtfertigen, bleibt der Fokus auf den Leadern.
Ich handele was ich sehe.
Euer
Ahsen
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