Wenn du auf meinen aktuellen Depot schaust, sieht das vielleicht nach einem ruhigen „Focus Investing“-Ansatz aus. Und ja, das stimmt: Ich konzentriere mich jetzt endlich auf wenige, starke Werte. Aber lass dich nicht täuschen: Das hier ist kein passives System. Hinter der reduzierten Optik steckt ein , regelbasiertes System, welches ich über die letzten Monate erweitert habe.
Ich bin kein Investor, der seine Aktien einfach liegen lässt, bis sie sich von selbst verdoppeln oder halbieren. Ich bin ein Systeminvestor geworden, der eingreift, sobald das System ein Signal gibt.
Ich zahle lieber meine rund 26 % Abgeltungssteuer auf die Gewinne, als das Risiko einzugehen, 100 % meiner Kursgewinne durch ein zu langes Abwarten wieder zu verlieren.
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Inhaltsverzeichnis
🛰️ Planet Labs: Gewinne sichern, statt auf Wunder hoffen
Planet Labs ist vorerst nicht mehr in meinem Depot zu finden. Die Aktie hat zuletzt einen deutlichen Rücksetzer hinnehmen müssen. Das Spannende daran: Die fundamentalen Zahlen waren eigentlich in Ordnung. Doch an der Börse wird bekanntlich die Zukunft gehandelt, und die gute Wachstumsstory war im Kurs wohl schon längst eingepreist. Als der Markt unruhiger wurde, gab es für den Kurs kein Halten mehr.
- Mein Ausstieg: Meine Stops haben gegriffen und die Position wurde mit einem erfreulichen Gewinn geschlossen.🙂
- Die PayPal-Lehre & das Steuerthema: Hier kommen meine Erfahrungen aus alten PayPal-Zeiten ins Spiel. Ich habe gelernt, dass man sich nicht in eine Position verlieben darf. Es dauert oft Jahre, bis man sich eine schöne Performance aufgebaut hat. Warum sollte ich also tatenlos dabei zusehen, wie diese mühsam erarbeiteten Erträge komplett dahinschmelzen, nur weil ich zu lange an einer Story festhalte, die vielleicht erst einmal vorbei ist? Damals habe ich statt 300% nur 80% mitgenommen.
- Ein Punkt, den viele unterschätzen: Ich zahle lieber meine rund 26 % Abgeltungssteuer auf die Gewinne, als das Risiko einzugehen, 100 % meiner Kursgewinne durch ein zu langes Abwarten wieder zu verlieren. Für mich ist das ein völlig rationaler Preis für den Erfolg – wer die Steuer zahlt, hat das Geld bereits sicher auf dem Konto.
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📊 Fokus auf das Wesentliche
In der Grafik siehst du meine aktuell gewichteten Aktienpositionen. Um mich noch besser auf die Marktführer konzentrieren zu können, habe ich das „Rauschen“ von Krypto-Assets komplett herausgenommen.
Hinweis: Ich im Hintergrund zudem weiterhin eine komfortable Cash-Quote von 57 % als sicheren Hafen bereit, um bei passenden Gelegenheiten flexibel agieren zu können.
Nebius steht auch an der Kippe bei mir. Durch einen handwerklichen Fehler habe ich hier meinen Einstandpreis kaputtgemacht. Jetzt steht die Aktie nach Verlustbegrenzung neutral da.

| Asset / Position | Gewichtung |
| AMD | 29,64 % |
| Rocket Lab | 17,62 % |
| Infineon | 10,89 % |
| Mittelbau (ca. 6 % – 9 %) | siehe oben |
| Kleinere Werte (< 5 %) | siehe oben |
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Investing Journal: Mein „Command Center“ für das Risikomanagement
Früher habe ich viel Zeit mit komplexen Tools wie „Portfolio Performance“ (PP) verbracht – doch das war mir auf Dauer zu aufwendig und bot mir für mein aktives System zu wenig Steuerungseffekt.
Ich habe daher komplett auf ein eigenes, schlankes Journal umgestellt. Das ist kurz und knapp. Der große Vorteil: Ich nutze dieses Journal nicht nur, um die Vergangenheit zu dokumentieren, sondern um daraus meine Risiken für neue Positionen zu errechnen. Wenn ich heute eine Entscheidung treffe, schaue ich in dieses Journal, um mein Risiko sauber zu definieren.
Es ist mein wichtigstes Werkzeug geworden, um die nächste Position nicht aus dem Bauch heraus, sondern mechanisch korrekt aufzubauen. Ich nutze Trading- und Investing Ansätze. Das beste aus beiden Welten.
PP nutze ich ich nur noch alle paar Monate für größere Updates.
Was nutzen die besten Gewinner, wenn sie kaum Einfluss auf das Gesamtdepot haben oder die Position so groß wird, dass Gewinne von Monaten verschluckt werden können?
🚦 Das Ampel-Update: Orientierung, kein Zwang
Ich habe meine LetMoneyWork-Ampel um einen kurzfristigen Status erweitert. Dieser dient mir vor allem als Orientierungshilfe und kleine Warnung, um in unruhigen Phasen nicht voreilig zu handeln.
- Aktueller Status: WARNSTUFE
- Was das für mich bedeutet: Ich sehe das ganz entspannt. Diese Warnstufe bedeutet für mich einfach, dass ich jetzt nicht zwangsläufig aktiv werden, Positionen aufstocken oder etwas Neues kaufen muss. Das nimmt den Druck raus.
Ich agiere dabei nie rein charttechnisch. Eine fundierte fundamentale Analyse ist für mich immer die absolute Grundvoraussetzung, bevor eine Aktie überhaupt einen Platz in meinem Portfolio bekommt.

⚙️ Der Blick nach vorn
Für die kleineren Positionen am Ende meiner Liste gilt im Moment das Prinzip Geduld. Sie schwimmen risikobewusst im Depot mit. Wenn sich das Marktumfeld wieder beruhigt, die fundamentale Story weiterhin stimmt und der Markt wieder mehr Stabilität zeigt, werde ich diese Positionen gegebenenfalls ausbauen. Bis dahin bleibt das Cash-Polster unangetastet. Wenn die Positionen mir ins Minus laufen, dann kommen sie erstmal weg.
🛋️ Fazit
Das Depot ist aufgeräumt, die Gewinne sind gesichert und ich kann mir das Marktgeschehen in aller Ruhe von der Seitenlinie aus anschauen. Am Ende hat jeder an der Börse seinen eigenen Stil und seine eigenen Regeln – und das ist auch gut so. Es gibt kein „Besser“ oder „Schlechter“ im Vergleich zu anderen Investoren. Für mich funktioniert dieser strukturierte Weg aktuell einfach am besten.
Euer
Ahsen
Hinweis: Die Inhalte auf letmoneywork.de dienen ausschließlich zu Informations- und Unterhaltungszwecken. Sie stellen in keiner Weise eine Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar.
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Ich bin über den Link in deinem Newsletter auf diese Seite gelangt. Warum sehe ich dann als Abonnent nicht alle Werte? Wäre noch zu verbessern.
Grundsätzlich gefällt mir dein Ansatz. Mein Problem bleibt trotzdem der Ausstiegspunkt. Bei dem Chipwerten bin ich z.B. zwar stufenweise, aber zu früh ausgestiegen. Woran machst du deine aussieht fest.
Hallo Georg, danke für dein Feedback!
Zum ersten Punkt: Da triffst du genau mein aktuelles Blog-Dilemma. Ich habe momentan noch keine saubere technische Lösung, um Grafiken exklusiv nur für Abonnenten freizuschalten, möchte aber zurzeit auch keine harten Paywalls auf dem Blog einsetzen. Leider werden mir meine Ideen geklaut ohne auf mich zu verweisen.
Ich nehme kein Geld dafür, aber freue mich doch über eine Anerkennung für miene Arbeit die ich in die Analyse und Suche reinstecke.
Außerdem sind die kleineren Positionen noch nicht etabliert und können auch bald weg sein.
Daher aktuell dieser Kompromiss. Es bedeuted es wird für Newsletter-Abonnenten einen gesonderten Beitrag geben wo sie alle Positionen sehen.
Zum Thema Ausstieg:
Das ist an der Börse die absolute Königsdisziplin.
Ich mache meine Exits grundsätzlich nie an starren Prozentwerten fest. Sobald für mich die fundamentale Story eingepreist ist und die Aktie sich den Platz im Depot erkämpft hat, übergebe ich das Feld der Charttechnik als Grundabsicherung.
Ich orientiere mich hierbei im Wesentlichen an einer Kombination aus dem an technischen Indikatoren wie Gleitenden Durschnitten. Wenn der Trend dort bricht, greifen meine mechanischen Regeln. Meinen Investcase prüfe ich auch manuell regelmäßig. Wenn der nicht mehr steht, dann verkaufe ich auch händisch.
Viele Grüße!
Gut geschrieben, mein Lieber.
Letzte Woche wurde meine erste Take-Profit Schwelle meiner Infineon-Position unterschritten. Daraufhin wurde die Position um 30% reduziert und damit erste Gewinne gesichert. Nach 10 positiven Wochen darf nun aber auch eine Konsolidierung sein. Die Kunst ist nun: Der Aktie genügend Raum zum „Atmen“ geben, aber gleichzeitig die restlichen Gewinne nicht zu arg auf‘s Spiel zu setzen. Heißt für mich: Stop-Zone zwischen 62 und 64 Euro.
Da du aktuell auch bei Infineon dabei bist daher meine Frage, wie du hier konkret vorgehst.
Viele Grüße,
Daniel aka Whirlwind
Hallo Daniel, ähnlich.
Wenn es noch einen Tick weiter fällt, dann nehme ich 1/3 weg. Der Stop ist drin. Ich zeige da keine Emotion. Danach hat sie wieder Luft um zu atmen. Der Lauf war auch stark die letzen Wochen.
Gruß