Ein intelligentes Kapitalmanagement misst sich nicht an der Anzahl der Aktien im Depot, sondern an der Disziplin, mit der Kapital geschützt und umgeschichtet wird. Wie ich schon im letzten YouTube-Video erwähnt habe, waren mir 11 Positionen im aktuellen Marktumfeld schlichtweg zu gefühlt etwas zuviel.
Ich habe mein Portfolio deshalb ausgedünnt und auf 8 Kernwerte konsolidiert.
Inhaltsverzeichnis
Die Ausstiege
- Bank of America ($BAC): Mein Einstieg war unsauber und die Positionsgröße gemessen an meinem Gesamtdepot schlicht zu hoch gewählt. Wenn die Risikogewichtung von Anfang an nicht passt, sitze ich das nicht aus. Position geschlossen, Fehler korrigiert, Kapital geschützt.
- Diploma ($DIPL): Die Aktie entwickelte seit Wochen keine nennenswerte Stärke. Ich habe den Ausstieg vollzogen und die Position mit ca. 5 % Verlust beendet. Ich habe ihr Zeit gegeben, aber sie wollte einfach nicht. Genau das ist meine Versicherung: Ein definierter Verlust von 5 % tut nicht weh, verhindert aber zuverlässig die tiefen Drawdowns von 30 % oder mehr, die Portfolios über Jahre lähmen. Gleichzeitig steht das Geld für Aktien zur Verfügung die besser laufen -> Opportunitätskosten.
- IonQ ($IONQ): Als die Dynamik nachließ ist die Aktie automatisiert rausgeflogen. Ich habe einen kleinen Gewinn eingetütet. Kein Abwarten, bis die Position wieder ins Plus dreht.
Depotstatus
Kleine Verluste wie bei Diploma gehören zu meinem System – sie sind schlicht die Arbeitskosten an der Börse, um bei den echten Leader-Aktien dabei zu sein.
Unterm Strich steht die Bilanz dieser Runde bis hierhin klar im Plus.
Was aber größtenteils noch an meinen Gewinnern aus der Zeit vor dem Neustart liegt wie AMD, Toronto Dominion Bank, Rocker Lab, Planet Lab. Aber auch an den Ausstiegsregeln seit dem Neustart im Zeitraum März bis Mai 2026. Andernfalls hätte ich bei einer AMD, Rocket Lab und Planet Lab alle Buchgewinne abgegeben und vorher nie aufgestockt.
Wenn der Markt aktuell jedoch zäher reagiert und Neueinstiege nicht durchziehen, erzwinge ich nichts. Eine erhöhte Cash-Quote ist für mich keine Untätigkeit, sondern eine bewusste Position. Sie hält mein Kapital flüssig für den Moment, in dem der Markt wieder auf breiter Front stärke zeigt. Parallel werde ich vermutlich einen Teil des Geldes nutzen, um das Maustellendepot auszubauen.
Mit Karat Packaging und Nutanix habe ich aktuell zwei größere Gewinner im Depot. Der restlichen sechs sollen sich nun beweisen.
Mein aktuelles Portfolio (8 Kernwerte)
Mein Depot ist jetzt wieder schlank, übersichtlich und wird über meine automatisierten Ausstiegsregeln gesteuert:

Fazit
Die letzten Monate waren extrem fordernd und anstrengend: Das Schließen alter Positionen, das Ausarbeiten meines persönlichen Investment-Manifests und das Aufsetzen meines Investing-Journals neben Portfolio Performance. Das alles lief parallel zu einigen privaten Baustellen, die ich ebenfalls schließen musste.
Dazu kommt eine Entwicklung am Markt, die mich zunehmend nervt: Mein bevorzugtes Jagdrevier – die Tech-Aktien – wird aktuell derart von kurzfristigen Zockern und Momentum-Crowds belagert, dass eine extrem zittrige Volatilität entstanden ist. Es ist derzeit schwer, in diesem Sektor mit größeren Beträgen sauber einzusteigen, ohne ständig in Fehlsignale zu laufen. Nicht ohne Grund suche ich meine Aktien vermehrt außerhalb des Tech-Bereichs.
Mein Portfolio ist auf 8 Werte bereinigt, das Risiko nach unten strikt abgesichert und die Erträge der letzten Welle sind verbucht. Nach dem Neustart des Depots und der Optimierung meines Systems brauche ich jetzt erst einmal ein paar Tage Abstand.
Der Markt hat die verbleibenden Positionen im Griff und kann an der Seitenlinie machen, was er will – mein System läuft im Hintergrund automatisch weiter.
Bis bald,
Euer Ahsen
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