In meinem Artikel „Der Preis, ein Stockpicker zu sein“ vom April 2025 habe ich darüber geschrieben, dass die Freiheit der eigenen Entscheidung oft mit einem hohen emotionalen Preis bezahlt wird. Man steht oft allein gegen die Marktmeinung. Gestern habe ich eine Entscheidung getroffen, die genau diesen Preis adressiert: Ich habe Qualcomm und Spotify aus meinem Depot geworfen.
Inhaltsverzeichnis
Die Realität schlägt die Hoffnung
An der Börse gibt es eine schmerzhafte Wahrheit: „Der Markt kann eine Story länger ignorieren, als ich Zeit (und Kapital) habe, mein Geld für mich arbeiten zu lassen.“
Bei Qualcomm war ich lange überzeugt. Doch selbst nach einem Teilverkauf in den letzten Tagen rutschte die Aktie erneut unter meine kritische -20 %-Marke. Wenn ein Wert dieses Niveau ohne Bodenbildung durchschlägt, stimmt meistens etwas nicht – entweder mit der Story oder meinem Timing. Als Stockpicker ist mein Kapital in solchen Momenten „tot“. Parallel dazu habe ich Spotify verkauft. Nicht, weil die Firma plötzlich „schlecht“ ist, sondern um Liquidität für eine deutlich bessere Gelegenheit in der Hinterhand zu haben, die sich mir gerade geboten hat. Welche das ist erzähle ich beim nächsten Mal. Gerne meinen Newsletter abonnieren, um den Beitrag nicht zu verpassen.
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Auf der Watchlist, nicht aus der Welt
Ein Verkauf bedeutet bei mir kein „Hausverbot“. Qualcomm bleibt auf meiner Watchlist. Ich bin bereit, jederzeit wieder einzusteigen – aber erst dann, wenn das „Triptychon des Stockpickers“ wieder perfekt synchron läuft:
- Die Story muss wieder zünden.
- Der Chart muss einen sauberen Pivot oder Trend zeigen.
- Die Fundamentaldaten müssen die Bewertung stützen.

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Warum ich andere Werte seit Jahren halte
Dieser harte Cut ist die notwendige Kehrseite meiner Loyalität zu echten Gewinnern. Genau aus diesem Grund – weil die fundamentale Story und das Momentum stimmten oder zumindest war ich nicht (stark) im Minus – habe ich Werte wie Amphenol, Microsoft, Siemens usw. seit Jahren im Depot.
Dasselbe gilt für meine Anker-Investments Microsoft, Nvidia und Munich Re. In all den Jahren gab es bei diesen Firmen schlicht keinen Grund für größere fundamentale Zweifel. Und solange ich keine bessere Gelegenheit sehe, die das Risiko eines Wechsels rechtfertigt, bleibe ich an Bord.
Das gleiche hoffe ich bei einer Palantir, Rocket und Planet Lab. Nur wenige Aktien sorgen für die Gesamtperformance. Der Rest bindet nur Kapital.
Die Schwäche kaufen, nicht das Scheitern
Der entscheidende Unterschied wird deutlich, wenn man sieht, wie ich mit Rücksetzern umgehe: Während ich Qualcomm wegen struktureller Schwäche verkauft habe weil ihr Smartphone-Geschäft wohl noch eine Weile die restlichen Sparten negativ in den Schatten stellt, habe ich die jüngste Kursschwäche bei Microsoft, Siemens und Munich Re konsequent genutzt, um aufzustocken.
Warum? Weil die Korrekturen bei diesen Qualitäts-Riesen nur „Marktrauschen“ waren, während das operative Geschäft weiterhin auf Hochtouren läuft. Hier ist der Rücksetzer ein Geschenk und eine Einladung zur Reinvestition, bei Qualcomm war er eine Warnung vor weiterem Kapitalverzehr.
Fazit: Das Kapital muss fließen
Ein Stockpicker zu sein bedeutet nicht, jede Aktie bis zum bitteren Ende zu halten. Es bedeutet, die „lahmen Enten“ (wie jetzt Qualcomm) konsequent auszusortieren, um das Geld dort zu bündeln, wo die Rendite entsteht.
Ich habe das Depot bereinigt, Liquidität geschaffen und plane bereits, weitere Firmen aus meinem „Gewinner-Pool“ aufzustocken. Mein Ziel ist nicht, Recht zu behalten, sondern mein Geld dort arbeiten zu lassen, wo es am effizientesten ist.
Erfahrt in meinem nächsten Beitrag welche Aktie ich stattdessen neu ins Depot geholt habe.
Wie geht ihr mit Verlierern um?
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