Wer an der Börse nur das Kaufen lernt, aber keinen Plan für den Verkauf besitzt, arbeitet nicht an seinem Vermögen – er spendet Buchgewinne wieder an den Markt zurück.
Ein Brent-Ölpreis von über 100 USD holt die Tech-Party auf den Boden der Tatsachen zurück.
Steigende Inputkosten treffen den Markt flächendeckend. Während viele Hoffen hoffen, dass der Tech-Flush schnell vorbeigeht und im Abwärtstrend nachkauft, greifen im 6-Säulen-System stumm die vorbereiteten Orders.
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1. Gewinne gehören ins Trockene: Wer Gewinne aus spekulativen Tech-Highflyern nicht rechtzeitig absichert, baut kein Depot auf, sondern ein Papier-Kartenhaus. Natürlich kann das Durchhalten funktionieren, aber ich finde es besser wenn man mit größeren Beträgen systematisch investiert und Erfolge wiederholbar macht, statt zu hoffen und Opportunitätskosten zu ignorieren.
2. Der Cut tut nicht weh – Aussitzen zerstört die Performance Automatisierte Ausstiege bei KKR oder JLL sind keine Niederlagen, sondern Kapitalschutz. Sie werden bei -5 % bis -10 % abgewickelt. Wer Verlustbringer aussitzt, bindet Kapital, das in Rohstoff-Mautstellen oder Infrastruktur-Werten besser aufgehoben ist. Siehe hierzu meinen letzten Beitrag. Gerade in den letzten Monaten konnte ich große Buchgewinne sichern, bevor sie jetzt teilweise komplett weg wären und größere Verluste vermeiden.
Das System funktioniert bisher, aber es erfordert Disziplin es so durchzuhalten. Gerade wenn man den Prozess öffentlich dokumentiert.
3. Cash ist die schärfste Waffe im Korrekturmarkt Bei mehreren Korrrekturen in den letzten Jahren war Cash in der Hinterhand eine Waffe. Diese Erkenntnis habe ich beim Auflegen meines Systems in diesem Jahr mit einfließen lassen.
Erst das Kapital schützen, dann die Gewinne einsammeln.
Wer nicht verliert, hat an der Börse fast schon gewonnen.
Solange der Ölpreis hier oben klebt, brennt der Markt auf Sparflamme
Solange Brent-Öl auf diesem Niveau verharrt, gibt es für den Gesamtmarkt schlicht keine Luft nach oben. Die hohen Energiepreise sickern durch jede Stufe der Wertschöpfungskette – sie fressen Gewinnmargen, halten die Inflation klebrig (sticky inflation) und entziehen Wachstumsbewertungen den Sauerstoff.
In meinem Depot profitiert aktuell exakt ein Wert von dieser Lage: Phillips 66 ($PSX). Das sind dann die Aktien, die die kleineren Verluste in letzter Zeit ausgleichen. Passend dazu steht die Letmoneywork-Ampel auf Gelb: Warnstufe (No Trade).
Und was heißt das jetzt konkret?
Ich sitze auf meinen Händen.
$PSX bleibt im Depot und arbeitet weiter.
Ansonsten erzwinge ich gar nichts. Solange der Ölpreis wie ein Bleigewicht auf den Indizes liegt, fasst mein Geld keinen einzigen Abwärtstrend an. Kein „Buy the Dip“, kein zittriges Bodenfischen bei gefallenen Tech-Engeln. Das sture Aufsammeln erledigt mein marktbreiter ETF-Sparplan. Da läuft der Automat stur durch, egal wo der Index steht.
Das frei gewordene Cash parkt. Das ist keine Inaktivität, sondern Vorbereitung: Ich warte ab, bis der Gesamtmarkt seinen Boden ausgebombt hat und es mehr Klarheit gibt bzw.bis der Markt den Ölpreis-Schock komplett eingepreist hat.
Ich werde dann wieder erste kleinere Testtranchen meiner Favoriten kaufen und schauen, welche Botschaft mir der Markt schickt.
Euer
Ahsen
⚖️ Disclaimer & Risikohinweis:
Sämtliche Analysen, Strategien und Inhalte des Autors dienen ausschließlich der Information, Bildung und dem strategischen Austausch. Sie stellen keine Anlageberatung, Kauf- oder Verkaufsempfehlung und keine Aufforderung zum Handeln dar.
Aktien, Kryptowährungen und Finanzinstrumente unterliegen hohen Risiken bis hin zum Totalverlust. Der Nutzer handelt vollumfänglich auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung. Eigenständiges Risikomanagement, harte Exit-Regeln und die Vermeidung von emotionalen Entscheidungen liegen stets in der Verantwortung des Anlegers.
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Wirklich eine tolle „Strategie“.
Dein Vorgehen ist weder langfristig ausgerichtet noch ist irgend ein System erkennbar. Das ist keine Strategie.
Abgesehen davon, dass 98% des Marktes mit deinen paar Werten im Depot nicht erreicht werden.
Der vor 2 Wochen benannte „Kern“ des Depots ist schon wieder zur Hälfte liquidiert.
Ich denke, wir wissen alle, warum du keine konkreten Zahlen zum Vermögen und zur Performance veröffentlichst.
Aber auch du wirst dir bald eingestehen müssen, dass du mit deiner Überheblichkeit und dem Trading in einer Sackgasse und chronischen Underperformance mit WEIT mehr Aufwand gelandet bist als jeder ETF-Sparer.
Stattdessen akkumulierst du pausenlos Verluste, weil ständig Stop Loss Orders greifen.
Im Gegensatz zu einem ETF-Anleger, der monatlich stur und stetig investiert in starken wie schwächeren Marktphasen und damit langfristig enormes Vermögen aufbaut (oder willst du die Entwicklung eines ACWI, S&P500 oder NASDAQ100 über Jahrzehnte anzweifeln?), geht das Hin und Her Getrade gnadenlos unter.
Du glaubst, den Markt timen und jede winzige Korrektur (mehr ist das im S&P, Nasdaq oder ACWI aktuell nicht) umschiffen zu können mit deinen teils hoch spekulativen Titeln im Depot.
Nicht mal 3-5% Korrektur hältst du aus.
Niemand wird so am Aktienmarkt langfristig erfolgreich.
Aus meiner Sicht gehst du recht verantwortungslos mit dem liquiden Familienvermögen um statt es global und entspannt sowie diversifiziert zu investieren. Solche Anleger belächelst du obwohl diese deine Strategie langfristig deutlich outperformen werden.
Fazit: Kein Kern im Depot, kein langfristig ausgerichtetes Fundament, das stetig ausgebaut wird, keine globale Diversifizierung, täglich wird die Meinung geändert und die Aussagen wirken enorm überheblich. Stattdessen hoch spekulative Trade und Akkumulieren von Verlusten.
Ich denke, Y/D liegt dein Depot WEIT hinter einem ACWI, S&P oder Nasdaq100.
Ich würde das Experiment beenden.
Leg bitte mal deine Performance offen. Das Feedback des Marktes zu deinem Vorgehen dürfte eindeutig seit und stützt damit jede Studie zum Trading.
Hallo Mister Aktien,
Danke für deinen ausführlichen Beitrag.
Vier einfache Fragen zum Nachdenken:
1. Wie hoch ist deine echte zeitgewichtete Rendite (TWROR) – exklusive deiner monatlichen Einzahlungen, die ja recht hoch sind?
2. Was bringen dir 1%–2% Micro-Positionen im Gesamtdepot?
Selbst wenn sich eine 1%-Position verdoppelt (+100%), macht das mickrige +1% Gesamtperformance. Welches Nutzen-Risiko-Verhältnis rechtfertigt diesen Überwachungsaufwand bei deinen 50+ Positionen?
3. Warum verkaufst du nicht alle 50+ Werte und gehst direkt zu 100% in einen breiten ETF?
Wer 50 Titel hält und stur nachkauft, baut sich manuell einen überdiversifizierten, zeitfressenden Index nach.
4. Sind die letzten 4 Monate Korrektur und Performance für einen „Langfrist-Investor“ wirklich der Maßstab?
Ich bin auf die Antworten gespannt.
Zu deiner Darstellung meines Depots:
Du hast die letzten Beiträge offenbar nur oberflächlich gelesen: Nutanix, Karat Packaging und PSX liegen im Plus – teilweise deutlich mit knapp 30% in der kurzen Zeit. Aber das schwankt natürlich. Ferrari, Rolls-Royce und Five Below sind noch da, aber noch nicht oder nur knapp im Plus.
Bei der Performance-Betrachtung unterscheidest du nicht zwischen aktiver Haltedauer und Gesamtarchitektur. Mein System besteht aus mehreren Säulen: Neben dem vollautomatisierten ETF-Sparplan seit Kurzem arbeitet ein Großteil des Kapitals aktuell als Cash – und bringt planbare Zinsen. Das stand im vorletzten Beitrag.
Du gehst auf meine Antworten hier im Blog ohnehin nie ein. Ich sehe mich daher absolut nicht genötigt, Stunden in Portfolio Performance zu investieren, nur um ein Testat für Foren-Kritiker auszustellen.
Das werde ich für mich machen, sobald ich mehr Zeit habe, die aktuellen Positionen sich etabliert haben und der ETF eine Weile angespart ist. Im Gegensatz zu dir weiß ich allerdings, dass vier Monate an der Börse absolut gar nichts aussagen.
Meine Bilanz der letzten vier Monate ist deutlich positiv – trotz des schwierigen Marktes. Wenn du nicht oberflächlich lesen würdest, dann wüsstest du, dass ich u.a. mit Rocket Lab, Planet Labs, Astera Labs, AMD und Infineon in den letzten vier Monaten deutliche Gewinne eingefahren und gesichert habe, bevor sie der Markt mir nehmen konnte. Dank konsequenter Exit-Strategie sind diese Gewinne eingetütet.
Ich dokumentiere hier lediglich mein eigenes Investment und verkaufe nichts. Kein Grund also für emotionale Schärfe. Bitte reagiere auf meine Antwort und auch auf meine Fragen, dann können wir uns gerne unterhalten, ohne diese emotionale Schärfe bitte.
Gruß