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Das wird jetzt wichtig
Nach einer Phase extremer Euphorie und dem jüngsten 190-Millionen-Dollar-Verteidigungsdeal ist bei Rocket Lab die „Reentry-Phase“ eingetreten. Der Kurs hat korrigiert und steuert nun auf das technisch wichtigste Niveau des Jahres zu. Für uns Investoren ist jetzt der Moment der Wahrheit gekommen: Hält die 200-Tage-Linie?
Der Chart-Check: Alles blickt auf die 57-Dollar-Marke
Nachdem die Aktie am Freitag mit einem Minus von 7,6 % bei 60,93 $ aus dem Handel ging, rückt die langfristige Unterstützung in greifbare Nähe.
- Die 200-Tage-Linie (SMA 200): Diese verläuft aktuell bei ca. 57,23 $. In der Welt der technischen Analyse ist dies die Grenze zwischen einem Bullenmarkt und einem langfristigen Abwärtstrend.
- Der RSI-Indikator: Mit einem Wert von ca. 30 ist die Aktie massiv „überverkauft“. Das bedeutet historisch oft, dass der Verkaufsdruck erschöpft ist und eine technische Gegenreaktion (Rebound) kurz bevorsteht.
- Fibonacci-Support: Interessanterweise deckt sich die 57-Dollar-Marke fast exakt mit dem 50%-Fibonacci-Retracement der letzten großen Aufwärtsbewegung. Ein „Cluster“ an Unterstützungen, das Käufer anziehen sollte.

Fundamentale Entwicklung: Mehr als nur Raketen
Hinter der aktuellen charttechnischen Korrektur steht eine fundamentale Entwicklung, die 2026 ihren Höhepunkt erreichen könnte. Man muss hier zwei Bereiche klar trennen:
- Das „Space Systems“-Kraftpaket: Rocket Lab ist längst kein reiner Raketenbauer mehr. Das Segment „Space Systems“ (Satellitenkomponenten und Herstellung) macht mittlerweile über 70 % des Umsatzes aus. Mit dem gewaltigen 816-Millionen-Dollar-Auftrag der Space Development Agency (SDA) für 18 Satelliten spielt das Unternehmen nun in einer Liga mit Lockheed Martin und Northrop Grumman. Diese Sparte liefert deutlich höhere Margen (ca. 35-40 %) als das reine Launch-Geschäft und sorgt für die nötige Stabilität im Cashflow.
- Die „Neutron“-Wette: Der aktuelle Verkaufsdruck rührt teilweise von der Verschiebung des Erstflugs der neuen Neutron-Rakete auf das 4. Quartal 2026 her. Nach einem Rückschlag bei einem Tank-Test im Jahr 2025 ist der Markt hier nervös geworden. Aber: Die Neutron ist der Schlüssel, um im lukrativen Markt für Mega-Konstellationen gegen SpaceX anzutreten. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben erreichen 2026 ihren Zenit, was kurzfristig auf die Profitabilität drückt, aber langfristig den Burggraben massiv vertieft.
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Meine Strategie: Teilgewinne gesichert, den Rest laufen lassen
Ich habe bereits im Vorfeld 50 meiner 225 Stück verkauft, um Gewinne zu realisieren und mein Risiko zu minimieren. Mit den verbleibenden 175 Stück im Depot bin ich nun in einer komfortableren Lage:
- Szenario A (Der Abpraller): Rocket Lab findet an der 200-Tage-Linie (Bereich 57–58 $) Halt. Dies wäre das ultimative Bestätigungssignal für die langfristige Stärke der Aktie. Die Korrektur wäre damit abgeschlossen und der Weg für den nächsten Run Richtung 75 $ frei.
- Szenario B (Der Durchbruch): Sollte die 57-Dollar-Marke nachhaltig fallen, ist Geduld gefragt. In diesem Fall könnte der Kurs bis in den Bereich von 50 $ durchreichen. Dank meines Cash-Polsters wäre das jedoch kein Grund zur Panik, sondern eine Chance, die Position später wieder aufzustocken, sobald der Trend umkehrt.
- Szenario C (Bruch nach unten): In dem Fall würde ich einen weiteren Teilverkauf in Erwägung ziehen, um später wieder aufzustocken.
Fazit für RKLB-Anleger
Rocket Lab bleibt eine der spannendsten Wachstumsgeschichten im Space-Sektor. Die Fundamentaldaten mit einem Rekord-Backlog von 1,85 Milliarden $ sprechen eine klare Sprache: Das Unternehmen skaliert. Der aktuelle Test der 200-Tage-Linie ist gesund und notwendig, um die „schwachen Hände“ aus dem Markt zu schütteln. Ich warten auf die Bestätigung an der Linie!
Risikohinweis (Disclaimer): Die hier dargestellten Analysen und Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Der Handel mit Aktien, insbesondere mit volatilen Wachstumstiteln wie Rocket Lab, ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Der Autor übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit oder Aktualität der Daten. Jeder Anleger handelt auf eigenes Risiko.
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